
>>>>>>>>>Das Felsmassiv befindet sich 194 m über der Elbe. Die Geschichte der Bastei lässt sich bis ins Mittealter zurückverfolgen, genau genommen bis 1361, da aus diesem Jahr ein Urkunde existiert, welche das Bestehen einer Burg, der Burg Neurathen, belegt. Diese Burg umfasste auch die Felsen der Bastei. Erstmals als "Bastey" erwähnt wird dieser Ort im Jahr 1592, als der Markschneider Mathias Oeder im Auftrag des Kurfürstentums Sachsen eine Landvermessung durchführte und diese dokumentierte. Erst 1797 wurde die Bastei in der Literatur, in einem Reisebericht von Christian August Gottlob Eberhard, als solche benannt. Besonders durch die Reisebeschreibung Ysop Lafleurs von 1798 wurde dieser Name bekannt.
Trotz schwieriger Aufstiege, einer fehlenden Basteibrücke und nicht vorhandener Gastwirtschaft war die Bastei zu Beginn des 19. Jh. eines der beliebtesten Ausflugsziele, welches besonders von Malern und Dichtern gern besucht wurde. Eine erst Verpflegungsstelle für Reisende, bestehend aus drei offenen Rindenhütten, stand ab dem 17.5.1812 zur Verfügung, die der Lohmener Fleicher Gottfried Pietzsch betrieb. Zwei Jahre später wurde unter einem Felsüberhang eine Kochstelle und ein Keller eingerichtet. Im selben Jahr wurde unter Leitung des Försters Auerswald ein Weg durch Wehlgrund und Vogeltelle zur Bastei angelegt. Gleichzeitig bauten sie einen hölzernen Zugang zur Steinschleuder, deren alte Stufen der Förster freilegen ließ und als erster die frühere Bedeutung dieses Felsens erkannte und ihn diesen Namen gab.
Die heutige Basteistraße wurde um 1816 angelegt. Durch die stetig steigende Zahl der Gäste wurde eine Erweiterung des touristischen Angebotes nötig. Im Jahre 1826 wurde eine hölzerne Brücke vom Neurathener Felsentor über die Mardertelle zum Basteimassiv errichtet. Der Zugang zur Steinschleuder, welcher an den noch heute vorhandenen Stufen im Norden des Gipfels endete, wurde wegen zu großer Unfallgefahr wieder abgerissen, da viele Besucher versuchten die Stufen empor zu steigen und sich dabei verletzten. Gleichzeitig entstand ein erstes festes Gaststättengebäude. Um 1851 ersetzte man die alte Holzbrücke durch die heute vorhandene, 76 Meter lange, steinerne Brücke. Die Gaststätte wurde mehrfach verändert, so 1894 mit dem Umbau und der Erweiterung des vorhandenen Gebäudes. 1923 entstand der erste Parkplatz auf dem Gebiet des ehemaligen Basteideiches. Zwischen 1975 und 1979 arbeitete man am Neubau der Basteigaststätte, Als vorerst letztes Gebäude wurde das Hotel errichtet.